Archive for the ‘Holzofenrezepte’ Category

Osterbrot

Samstag, April 1st, 2017

Es muss nicht die ideale Hausfrau bzw. der ideale Hausmann sein, der zum Osterfrühstück etwas originelles auf den Frühstückstisch bringt: eine ganz normale Brotbackmischung und etwas Phantasie dürften genügen einen bunten Osterkorb an den Frühstückstisch zu stellen. Kurz vor Ostern wird die Zeit knapp und die Fantasie könnte sich in Grenzen halten, somit mache ich mir schon im Vorfeld Gedanken um den Ostertisch. Einiges an österlichen Backideen habe ich auf meiner Osterseite zum Nachbacken eingestellt.

Den Brotteig habe ich aus einer ganz regulären Ciabatta-Brotbackmischung hergestellt um ihn dann zu Zöpfen zu flechten oder mit Osterhasenformen auszustechen. Diese Gebäckstücke habe ich mit einem ausgeblasenen Ei versehen (welches später durch ein richtiges Ei – entweder warm und weich oder eben kalt und hart ersetzt wird).

so09aDekoriert sind diese Gebäckteile mit Mohn- oder Sesamsamen, mit Cashew oder Macadamiamüssen, mit gehackten Mandeln oder oder oder….

Gebacken wurde bei ca. 180 Grad (wie auch im normalen Ofen, es erstaunt mich immer wieder, dass die Temperaturen im Holzofen nahezu gleich sind wie im normalen Backofen). Je nach Gebäckschwere zwischen 15 und 20 Minuten.

Sollte eine 500 gr Backmischung für einen Zopf genügen sollen, so würde ich zwischen 30 und 45 Minuten bei einer Weißbrot- bzw. Ciabattabrotbackmischung backen.

so09cEs bietet sich an, kleinere Gebäckstücke direkt als Eierbecher zu backen, um im Brot das Frühstücksei zu servieren.

so09b

 

 

 

 

Zwar backe ich viel und oft Brot ohne Backmischung, was Ihr in meinem Brotportal sehen könnt, aber was den Holzofen betrifft bin ich doch noch am versuchen …. und es ist sehr, sehr zeitaufwendig und nicht jedesmal ist die Kamera mit on Board.

Martinsbrezeln und Martinsringe

Sonntag, Oktober 25th, 2015

Demnächst geht mit dem St. Martinstag die Vorweihnachtszeit los und meine Bäckerei. Damit meine Weihnachtliche Backhomepage neues Material bekommt habe ich mich an Martinsbrezeln und Martinsringen im Holzofen versucht.
Zugegeben, mein Hefeteig ist viel mehr aufgegangen, als ich erwartet habe und somit ist der Form der Brezel keine Brezelform mehr 🙁 Aber geschmeckt hat die Martinsbrezel super. Das Backen in meinem alten Wamsler Beistellherd aus den 60er Jahren ist nicht ganz einfach weil es bei diesem Ofen kein Blech mehr gibt. Ich muss mich also mit einer größeren Backform behelfen, was Platz kostet.
ssmabre1

Da der Teig von Martinsbrezeln und Martiniringen identisch ist habe ich aus selbigem Grundrezept, eigentlich für vier Teile, auch vier Teile gebacken – 2 Martinsbrezeln und 2 Martinsringe.

Das Mehl wird in eine Schüssel gesiebt und die Hefe in Milch aufgelöst um dann in das Mehl gegeben zu werden. Dieser Vorteig darf nun eine Zeit lang gehen. Dann die geschmolzene Butter, den Zucker, den Vanillezucker, den Zitronenabrieb und die 1 1/2  Eier zum Vorteig geben und alles zu einem festen Teig verkneten.

ssmabre2Wie bei Hefeteig üblich, den Teig an einem warmen, zugluftfreien Ort solange gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat.

Den Teig in vier gleichgroße Stücke teilen und daraus auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche vier ca. 40 cm lange Stränge rollen.

Aus diesen Strängen jeweils eine Brezel formen und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Den Brezelrohling abermals an einem warmen, zugluftfreien Ort solange gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

Das Eigelb verquirlen und die Brezeln damit einstreichen. Die Brezeln im vorgeheizten Backofen bei 175°C etwa 40 Minuten backen, heißt es im normalen Rezept. In meinem Holzofen bin ich laut Tempeturmesser erst am Schluss auf die 175 Grad gekommen, aber auch die 150 Grad haben genügt, das Gebäck innerhalb von 35 Minuten gar zu backen. Wie zu sehen ist, ist es schon fast zu dunkel.

Ich vermute, die Problematik liegt daran, dass im Ofeninneren eine andere Temperatur herrscht als an der Scheibe. Somit ist besonders das drehen des Bleches/Backbehälters sehr wichtig. Bei ca. 10 Grad Außentemperatur habe ich rund 1 1/2 Stunden benötigt um überhaupt auf 150 Grad zu kommen. Nach rund 2 1/2 Stunden war der Beistellherd dann auf rund 175 Grad und ich musste darauf achten, dass es nicht zu warm wird … im Notfall also Backofentüre öffnen.

Gefeuert habe ich mit kleinen Teilen Nadelholz, welches am schnellsten zu heißen Temperaturen führt, aber auch schnell abbrennt.

Die Brezeln auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Puderzucker mit Wasser verrühren, die Brezeln damit einstreichen und mit Hagelzucker bestreuen.

ssmabre3500 gr Mehl
(ich nehme Mehl Type 550, wie der Bäcker) auch die Mengen an Mehl richte ich nach persönlichem Gefühl, bis eben der Teig nicht mehr klebt)

20 gr Hefe
125 ml Milch, lauwarm
1 Zitrone, Schale davon
50 gr geschmolzene Butter
1 Ei plus 1 Eiweiß
4 EL Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Eigelb zum Bestreichen

1 Eigelb und Milch zúm Bestreichen
250 gr Puderzucker
3 EL Wasser und Hagelzucker

Eisenpfannen auf dem Holzofen

Samstag, Oktober 24th, 2015

Auf meinem Holzofen kommen neben den Teekesseln natürlich auch noch Pfannen zum Einsatz. Da ist mein geliebter Wok, die gußeiserne Pfanne und seit kurzem auch eine Eisenpfanne. Alle Pfannen müssen erst eingearbeitet werden. Leider habe ich zuweilen danach den Fehler gemacht, diese mit Spülmittel sauber zu machen.

Eisenpfannen besitzen eine hervorragende Wärmeleitfähigkeit wodurch die Wärmeverteilung und Dosierbarkeit besser zu regulieren ist, was einen geringeren Energieverbrauch bedeutet. Da Eisen auf allen Herdarten verwendet werden kann eignet es sich selbstverständlich auch für das kochen im Backofen oder dem offenen Feuer. Wird es richtig behandelt, so ist Kochgeschirr aus Eisen fast nicht „tot zu kriegen“. Das bedeutet, dass die Pfanne auf der passenden Platte sitzen muss um gleichmässig erhitzt zu werden. Vorab aber sollte eine Eisenpfanne „eingeweiht“ werden.

eispf1Öl oder Fett in die Eisenpfanne, geschnittene Kartoffeln oder Schalen ca. 15 Minuten braten. Danach die gebratenen Kartoffeln oder Kartoffelschalen wegwerfen. Sie haben nun den Belag angenommen, der nicht unbedingt förderlich für die Gesundheit ist! Die beim einbraten entstehende Fettkohleschicht dient praktisch als „Antihaftbeschichtung“, und das ohne gesundheitsschädlichen Kunststoff.

Eisenpfannen nie mit Spülmittel reinigen – ein auswischen mit dem Haushaltstuch genügt.
Nach Gebrauch wieder richtig gut einfetten!

Eisen ist für alle Herdarten geeignet (vor allem auch für Induktion), und kann auch im Backofen und auch auf offenem Feuer verwendet werden

Diese Eigenschaften gelten sowohl für gusseiserne, als auch für geschmiedete Eisenpfannen. Diese glatte geschmiedete Eisenpfannen eignen sich gut für Bratkartoffeln und Eierspeisen, die schmiedeeiserne Bratpfanne mit geriffelter Oberfläche ist auch ideal für kurzgebratenes Fleisch.
Das liegt daran, dass bei hohen Temperaturen sich beim Fleisch schnell die Poren schließen, dabei bleibt es zart und saftig. Bratkartoffeln werden wunderbar knusprig, und auch Eierspeisen gelingen bestens. Verschiedene Modelle von Pfannen aus Eisenstahl gibt es hier käuflich zu erwerben und zur Auswahl.
eispf2

Helles Holzofenbrot

Dienstag, November 25th, 2014

Dieses Brot, welches ich im Holzofen gebacken habe schmeckt super, ist aber aufgrund des Backens im Beistellherd bzw. Holzofen recht aufwendig. Das Rezept selber ist supereinfach. Ich werde dieses Brot garantiert noch mehrfach backen, jedoch br4aufgrund von chronischem Zeitmangel wohl eher im normalen Backofen bei Heißluft (da dann eben 20 Grad geringer aufheizen und ca. 10 Minuten weniger Backzeit. Einfach auf das fertige Brot klopfen, wenn es hohl klingt, dann ist es gar).

Den Teig bereitet bei mir der Brotbackautomat zu. Das bedeutet, die Gehzeit von 1 – 2 Stunden wird automatisch eingehalten. Danach wird mein Gärkörbchen aus einer Mischung von Mehl und Störke eingestäubt, damit der Teig nicht anklebt. Nach Gebrauch das Gärkörbchen einfach ausbürsten.

Zu kaufen sind Gärkörbchen in den verschiedensten Formen und Größen beispielsweise hier.

br1Den Teig in das Gärkörbchen geben und nochmals einige Zeit gehen lassen, bei mir war es nochmals rund 1 Stunde. Dann das Gärkörbchen bzw. das Brot auf eiin Blech stürzen welches mit Backpapier ausgelegt ist und mit Wasser bepinseln. Danach mit einem scharfen Messer mehrfach einschneiden.

Backen im „normalen“ Ofen: 10 Min. bei 250 °C, auf 200 °C herunterschalten u. in 25-30 Min. fertig backen. Natürlich heißt es für mich wenn ich im Holzbackofen ein Brot backe, so bleibe ich dabei um rechtzeitig das Brot mit Alufolie abdecken zu können, damit es nicht zu dunkel wird.

Im Holzofen ist das Brot backen ziemlich anders und eine reine Gefühlssache. Das Thermostat meldet mir zwar die Temperatur an der Scheibe bspw. mit 170 Grad, im Ofeninneren ist es aber viel wärmer, evtl. 200 Grad. Somit schieße ich das Brot zwischen 200 und 220 Grad ein und lasse dann die Temperatur auf Thermometertemperatur ca. 170 fallen um dann noch ca. 50 Minuten weiter zu backen. Klopftest nicht vergessen!!! Vielleicht ist die Temperatur im Backofeninneren höher und Euer Brot früher fertig!!!

br2Damit mein Brot nicht zu trocken wird stelle ich immer – egal in welchem Ofen – eine Tasse Wasser auf den Ofenboden.

500 gr Weizenmehl (Type 550) 405 geht auch
100 gr Roggenmehl, (Type 997)
2 TL Salz
1 Würfel Frischhefe
400 gr Wasser
1 EL Olivenöl
1 TL Brotgewürz

Super Geschmack und Geruch – einfach eine tolle Leckerei für Holzofenfreunde.

Mehr zum Thema Gärkörbchen, Anwendung, Reinigung und Brot backen – sowie viele Brotrezepte – gibt es hier.

br3Die Problematik liegt hier aber nicht in den Rezepten sondern im Gefühl für Brennmaterial (mit Kiefer und Fichte wird es schnell war, je kleiner die Holzstücke umso besser) und zum dauerhaften Halten der Temperatur (mit Hartholz und regelmässigen Blick ins Feuerfach).
Mit dem Klopftest müsste dann alles funktionieren!

 

Gewickelter Zimtsemmel

Freitag, November 14th, 2014

ziwe2sFür den Hefeteig die Milch, Zucker und Butter leicht erwärmen. Die restlichen Zutaten für den Hefeteig in eine Rührschüssel geben. Diese Zutaten mit einem Knethacken – oder der Küchenmaschine oder dem Teigprogramm des Brotbackautomaten – kneten. Dann den Teig ca. 30 Minuten ruhen lassen.

Anschließend den Teig nochmals gut durchkneten wieder 30 Minuten ruhen lassen.

Diesen Vorgang ca. 3 – 4 Mal wiederholen. Dann den Teig ca. 1/2 cm dick auf der Tischplatte ausrollen. Hier hilft es ungemein, wenn die Kastenform in der Nähe ist um dafür zu sorgen, dass der später gerollte Teig in die Kastenform passen wird.

ziwe3sFür die Füllung den Zucker mit dem Zimt mischen. Diese Mischung dann auf den ausgerollten Teig verteilen. Den Teig wieder aufrollen und die Enden andrücken. Danach den Teig in eine gefettete Kastenform (oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform) legen. Abschließend den Teig mit einem verquirlten Ei bestreichen.

Die Kastenform in den kalten Ofen (untere Schiene) schieben und bei ca. 190 Grad rund 40 Minuten backen.

Im Beistellherd ist es leider nicht möglich, von 0 auf 190 Grad zu heizen, deshalb, diese Zimtsemmel in den Warmen Holzofen bei 150 Grad eingeschoben zum selber backen und bei erreichen der 190 Grad den Lufthebel geschlossen, also auf mindeste Luftzufuhr. Dabei muss beim Backen mit Holz natürlich immer ein Blick auf der Temperaturanzeige liegen. Nach rund 20 Minuten musste ich zur Sicherheit vor dem Verbrennen im Holzbackofen eine Silberfolie auflegen. Einige Male musste ich die Türe aufreißen um so die Temperatur wieder reduzieren zu können. Das hat jedoch bisher nie zum zusammenfallen eines Gebäckes geführt.

ziwe4sZutaten:
250 ml Milch
80 gr Zucker
50 gr Butter
400 gr Weizenmehl Type 405
1 Würfel Hefe
1 frisches Ei
etwas Fett für die Form

ziwe6sfür die Füllung:
80 gr Zucker
1 EL Zimt

für die Kruste
1 frisches Ei

 

Quelle:
Brotrezepte aus ländlichen Backstuben

ziwe7s

 

 

 

 

 

Zimtkuchen

Freitag, November 14th, 2014

Aus den Zutaten (das Backpulver wird erst am Ende aber vor den Aprikosen beigefügt, nämlich dann, wenn keine weiteren Flüssigkeiten mehr zum Teig kommen) einen Rührteig herstellen.

Die Aprikosen kleinschneiden und diese unter den Teig heben.

Die Napfkuchenform ausfetten und die Masse in die Form geben.

zimtkuchensIch habe im Holzofenherd gebacken. Bei einer Temperatur von 165 Grad war der Kuchen in ca. 70 Minuten gebacken. Normalerweise gilt zwischen 160 und 180 Grad zwischen 70 und 80 Minuten Backzeit.
Der Kuchen ist super geworden in meinem Küchenherd mit Holzbefeuerung. Ich musste den Kuchen diesmal auch nicht abdecken. Jedoch wäre es sinnvoll gewesen ihn zu drehen, da eine Hälfte doch dunkler ist als die andere.

Der Kuchen entwickelte beim Backen einen super Geruch, ähnlich von Karamell. Um ihn relativ heil aus der Form zu bekommen habe ich ihn auf ein klatschnasses Handtuch gestellt, mit dem ich auch die Ränder “belegen” konnte. Danach vorsichtig mit einem spitzen Messer die Ränder der Form, bzw. später den Boden, von der Form trennen.

zimtksZutaten:
4 Eier
250 gr Mehl (bei mir 550)
250 gr Zucker
250 gr Butter oder Margarine
1 Päckchen Vanillezucker
100 gr gemahlene Mandeln
15 gr gemahlenen Zimt
ca. 9 gr Backpulver, ein Päckchen beinhaltet 14 als rd 2/3
200 gr kleingeschnittene Aprikosen (alternativ sind auch Rosinen möglich, die ich persönlich weniger mag)

Streuselapfelkuchen

Freitag, November 14th, 2014

Mehl entweder in den Brotbackautomaten oder in eine Schüssel geben, mit der Hefe und der Milch einen Vorteig bereiten und diesen in das Mehl geben, Zucker und entweder 8 EL Pflanzenöl oder entsprechende Menge ca. 50 gr als Margarine zugeben. Daraus einen Teig herstellen, der dann auf einem Backblech ausgewellt wird.
Dieses Blech mit dem Hefeteig sollte nun nochmals bis zur doppelten Größe aufgehen. Das kann bei sehr niedriger Temparatur auch im Backofen geschehen. Während dieser Zeit die Apfel schälen, entkernen und entweder vierteln oder hälfteln. Ich selber schneide die Äpfel mit dem Reibeisen in sehr dünne Scheiben. Falls es sich um sehr saure Früchte handelt eine Mischung aus Zimt und Zucker herstellen, die dann bei Bedarf zwischen die Apfelschichten verteilt wird.

Wer (im Gegensatz zu mir) Rosinenfan ist, kann solche natürlich auch unter bzw. zwischen die Apfelschichten mischen.

sbak1Danach den Teig mit etwas Semmelbröseln bestreuen (falls die Äpfel zuviel Saft abgeben sollten was eher selten ist, so saugen die Semmelbrösel diesen etwas auf). Im Anschluß die Äpfel auf dem Kuchen entweder in Hälften oder in Vierteln verteilen. Wer es besonders süß mag, der kann nun eine Mischung aus Zimt und Zucker auf die Früchte geben. Danach – je nach Geschmack und Optik – Mandelblätter. Dann kommt der Streusel (Dazu wurde das Fett mit allen anderen Zutaten vermischt) auf die Apfelschicht und der Kuchen in den Ofen.

Bei ca. 200 Grad im vorgeheizten Backofen für ca. 30 Minuten backen.

sbak2Für den Teig:
500 gr Mehl
30 gr Hefe
80 gr Zucker
knapp 1/4 l Milch

Für den Belag
ca. 2 kg Äpfel

Für die Streusel:
350 gr Mehl
200 gr Zucker
200 gr Butter
sbak3etwas Semmelbrösel ca. 50 gr.
etwas Zimt und Zucker

Schokoladenkuchen

Freitag, November 14th, 2014

Schokoladenkuchen aus dem Holzofen, lecker, aber Aufpassarbeit, damit die Schokolade nicht verbrennt.

Nahezu alles habe ich bereits im Holzofen bzw. Beistellherd – also im Holzofen – gebacken. Fazit: bei Rührkuchen oder bei Gebäck welches bei ca. 180 Grad gebacken werden kann: SUPER!

Bei Gebäcken, die bei höheren Temperaturen gebacken werden müssen ist bei meinem kleinen Modell eine Aufheizzeit von 4 Stunden auf 220 Grad weder selten noch die unterste Zeitgrenze.

Genial war beispielsweise ein Marmorkuchen oder dieser Schokoladenkuchen, der gleich noch eine Tafel Schokolade (zusätzlich zum Grundrezept) “verpasst” bekam.

s18012012aDen Backofen auf 180 Grad vorheizen und die Kastenform ausbuttern.
Ich selber belege sie grundsätzlich mit Backpapier. Wenn ich im Beistellherd backe, so habe ich zur Sicherheit immer Aluminiumfolie zur Hand, falls der Kuchen zu dunkel wird. In diesem Fall musste ich sie nicht auflegen.

Die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker mit dem Rührbesen schaumig rühren. Nach und nach die Eier zufügen. Das Mehl mit dem Backpulver und der Prise Salz über den Teig sieben. 60 gr Kakao und die Milch zugeben und alles auf höchster Stufe verrühren bis der Teig rund um die Rührlöffel Blasen schlägt. Es gibt eine feine, sähmige Masse.

Den Teig in die Form füllen und auf der mittleren Schiene 60 – 70 Minuten backen.
s18012012c

Nach etwa 15 Minuten den Teig in der Kastenform der Länge nach mit einem scharfen Messer ca. 1 cm tief einschneiden.

s18012012bDen Kuchen nach der Backzeit aus dem Ofen nehmen, ca. 10 auskühlen lassen und aus der Form lösen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Für den Guß den Puderzucker mit 2 EL heißem Wasser, dem Eiweiß, dem restlichen Kakao (20 gr) und der Essigessenz in einer Metallschüssel glatt rühren. Über dem Wasserbad erhitzen, bis die Creme lauwarm ist.

Vom Wasserbad nehmen, sofort über den Kuchen gießen und streichen, da die Masse sofort fest wird.

Zutaten für eine Kastenform von 28 cm Länge oder einer Napfkuchenform, ca. 24 cm Durchmesser

s18012012c200 gr weiche Butter (etwas mehr für die Form oder Backpapier zum auslegen)
200 gr Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
4 Eier Größe M
400 gr Mehl bei mir Type 550
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
80 gr Kakao
7 – 8 EL Milch, evtl. etwas mehr

Zutaten für den Guß (falls keine Kuvertüre, die bereits fertig ist, verwendet wird)

180 gr Puderzucker
1 Eiweiß (das übrige Eigelb kann gerne dem Kuchenteig zugegen werden)
2 Tropfen Essigessenz (25% Säure)

Quelle:
Heimwehküche Backen

Pistazienstollen

Freitag, November 14th, 2014

Wenn ich in meinem Beistellherd backe mit Holz, so habe ich zur Sicherheit immer eine Alufolie parat, die die richtige Größe besitzt um die Backform abzudecken und vor dem Verbrennen zu schützen. Beim backen im Holzofen kann die Temperatur variieren – nicht immer so wie ich will. Somit kann ich mit dem Auflegen der Folie ein Verbrennen verhindern, dennoch aber (fast) sicher sein, daß der Kuchen durch ist.

piststo4sEin weiteres Problem beim backen im Holzofen habe ich mit diesem Wamsler Beistellherd, für den es Ersatzteile nur rund 10 Jahre lang gibt: ich habe dieses Modell nämlich ohne Bleche bzw. Kuchengitter erhalten, somit muss ich mir provisorisch weiter helfen, was eine etwas wacklige Angelegenheit ist (alles steht auf einem Pizzaständer für 3 Pizzen 😉 Mein Problem ist beispielsweise, dass es zu diesem Ofen keine Bleche mehr gab. Somit habe ich mich behelfsmässig durch einen Pizzaständer unterstützen lassen. Normalerweise lassen sich auf diesem Pizzaständer 3 Pizzen (der hier erhältlich ist) gleichzeitig backen. Bei mir aber werden auf ihn die Kuchenformen oder Bleche gestellt, damit diese sich ungefähr im Ofeninneren befinden.

Dieser Pistazienstollen wird in einer Kastenform gebacken von ca. 30 cm Länge. Bei mir hat der Brotbackautomat den Teig zubereitet, wie er es immer bei Hefeteig tun darf. Die lauwarme Milch, die Hefe und etwas Zucker wurde verrühert und in meinem Brotbackautomaten (normalerweise einer bedeckten Schüssel) ca. 15 Minuten gehen gelassen.

Das Mehl mit dem restlichen Zucker, der Butter oder Margarine, der abgeriebenen Zitronenschale, dem Magerquark und dem Bittermandelaroma hinzufügen und alles zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Falls der Teig noch kleben sollte, etwas zusätzliches Mehl hinzufügen. Den Teig dann zugedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Marzipanrohmasse mit den gemahlenen Pistazien und dem Rum verkneten.

piststo1sLaut Originalrezept soll das auf einer Größe von 30 x 50 cm gelingen. Das war bei mir nicht der Fall – vielleicht weil ich auf den Rum verzichtet habe? Ich glaube es allerdings weniger. Es ist eine Quälerei Marzipan fein auszurollen. Zwar lege ich Zucker unter und welle auf einem Backpapier, damit sich nachher die Marzipanplatte leichter entfernen lässt, aber bei mir hat es gerade mal für eine Platte von ca. 20 x 15 cm gereicht….

Der Hefeteig sollte dann auf die gleiche Größe der Marzipanplatte ausgerollt werden, bei mir war es ein bedecktes Blech, auf dessen Teigmitte ich die Marzipanplatte gelegt habe. Von beiden Seiten her habe ich den Stollen dann zur Mitte aufgerollt. Vorher habe ich an der dafür zu verwendenden Kastenform abgemessen, wie die Länge sein soll.

Im auf 175 Grad vorgeheizten Beistellherd ca. 60 – 70 Minuten backen lassen. Nach dem backen aus dem Ofen nehmen und sofort mit Butter bestreichen, dann abkühlen lassen.

Am Folgetag habe ich den Stollen mit Puderzucker eingestäubt und einige gehackte Pistazienkerne aufgelegt. Hier kann noch jede mögliche andere Dekoration aus Marzipan zusätzlich aufgelegt werden.

Zutaten für den Teig:
125 ml lauwarme Milch
1 Würfel Frischhefe
100 gr Zucker
500 gr Mehl (bei mir Type 550)
150 gr Butter
abgeriebene Schale von einer Zitrone (bei mir etwas Zitronensaftextrakt)
150 gr Magerquark
2 – 3 Tropfen Bittemandelaroma (entfällt bei mir)

Zutaten für die Füllung:
150 gr Marzipanrohmasse
100 gr gemahlene Pistazien
4 EL Rum (entfällt bei mir)

Außerdem:
Fett für die Form – oder Backpapier
50 gr zerlassene Butter zum einstreichen des Stollens nach dem Backen
Puderzucker zum Bestäuben
gehackte Pistazien zum Bestreuen – evtl. andere Marzipandekoration

Quelle:
Großmutters Weihnachtliche Küche, Garant Verlag

Pflaumenkuchen mit Streusel aus dem im Holzbackofen

Freitag, November 14th, 2014

Was für mich in dieser Rubrik “Backen im Holzbackofen” am schwersten ist sind die genauen Mengenangaben. Egal, was ich backe, ich richte mich nach dem Grundrezept aber mir ist wichtig dass mein Teig die Konsistenz hat, von der ich meine, ich kann damit am besten umgehen.

Ich versuche hier die entsprechenden Grunrezepte einzustellen, wobei ich schon mal eine Hand Mehl mehr nehme, ein Ei mehr oder weniger, oder mal etwas Stärkemehl dazu oder oder oder…..

Ich selber lasse meinen Hefeteig durch den Brotbackautomaten kneten. Natürlich geht dieser Vorgang auch ganz herkömmlich in einer Schüssel. Darin werden Mehl mit der Hefe und der Milch zu einem Vorteig zubereitete. Diesem fügen wir dann das restliche Mehl für den Teig zu, Zucker und entweder 8 EL Pflanzenöl oder entsprechende Menge ca. 50 gr als Margarine – ich nehme Butter – zugeben. Daraus einen Teig herstellen, der dann auf einem Backblech, auf Backpapier, ausgewellt wird. Sinnvoll ist es ein hohes Blech zu nehmen, da der Zwetschgenkuchen doch ziemlich Saft verliert. Ist das Blech am Rand zu niedrig besteht die Gefahr, dass alles auf den Ofenboden tropft.

pfl1Dieses Blech mit dem Hefeteig sollte nun nochmals bis zur doppelten Größe aufgehen. Das kann bei sehr niedriger Temparatur 30 bis 40 Grad auch im Backofen geschehen. Während dieser Zeit die Pflaumen entkernen und entweder vierteln oder hälfteln. Falls es sich um sehr saure Früchte handelt eine Mischung aus Zimt und Zucker herstellen, die dann bei Bedarf auf die Zwetschgen verteilt wird. Ich selber gebe die Pflaumen in eine Küchenmaschine und lasse sie ganz wenige Sekunden zerschneiden, so lässt sich der Kuchen später sauberer schneiden.

Danach den Teig mit etwas Semmelbröseln bestreuen (falls die Zwetschgen bzw. Pflaumen zuviel Saft abgeben, so saugen die Semmelbrösel diesen etwas auf). Im Anschluß die Pflaumen auf dem Kuchen entweder in Hälften oder in Vierteln verteilen. Wer es besonders süß mag, der kann nun eine Mischung aus Zimt und Zucker auf die Pflaumen/Zwetschgen geben. Danach – je nach Geschmack und Optik – Mandelblätter. Danach kommt der Streusel (Dazu wurde das Fett mit allen anderen Zutaten vermischt) auf die Pflaumen und der Kuchen in den Ofen.

Bei rund 180 Grad – keinesfalls darunter – darf der Kuchen in den Holzofen geschoben werden und sollte dann ca. 40 Minuten bei eben diesen 180 Grad backen. Ich hatte ein großes Problem damit den Holzbackofen auf 180 bis 200 Grad zu bringen. Aber unter 180 Grad ist der Teig nicht durch, also warten, warten, warten …. und noch einiges an Knisterholz nachwerfen, durch welches der Ofen dann schneller aufheizt. Problem kann dann aber sein, dass der Backofen zu heiß wird. Dem kann ich dann nur durch Öffnen der Backofentüre des Holzbackofens entgegenwirken. Bei 180 Grad ist eine Backzeit von ca. 40 Minuten notwendig, bei 200 Grad ca. 25-30 Minuten. Ich selber decke den Kuchen nach rund 20 Minuten immer und bei jeder Sorte mit Silberfolie ab, damit er nicht zu dunkel wird.

Im „normalen“ Ofen bei ca. 200 Grad im vorgeheizten Backofen für ca. 30 Minuten backen.

Für den Teig:

500 gr Mehl

30 gr Hefe

80 gr Zucker

knapp 1/4 l Milch

Für den Belag

ca. 2 kg Zwetschgen bzw. Pflaumen evtl. gehackte Mandeln oder Mandelstifte

Für die Streusel:

350 gr Mehl

200 gr Zucker

200 gr Butter

etwas Semmelbrösel ca. 50 gr.

etwas Zimt