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Winter 2019/20

Rein heiztechnisch war der Sommer 2019 etwas „schlechter“ als der Sommer im vergangen Jahr, in welchem ich zwischem Mai und August überhaupt nicht ans Heizen gedacht habe. 2019 gab es doch schon einige kühlere Tage, an denen man sich überlegen konnte den Ofen mal kurz anzufeuern.

Meine Restbestände für den Winter 2019 waren:
40 x 10 kg Pinikey Holzbriketts und
5 x 10 kg Kohlebriketts
Natürlich auch noch Zapfen, Anzündeholz und etwas weniger als 1 kg Wachsanzünder.

Hinzugekauft habe ich noch 4 Paletten meine Standardbriketts Pini Key sowie 10 Kg Holzanzünder / Feuerbällchen. Rund 300 kg Holzbriketts verschiedener Sorten habe ich noch im Einzelhandel bezogen, um diese zu testen.
Auf Kohlebriketts habe ich im Jahr 2019 verzichtet. Anfeuerholz habe ich rund 10 kg sowie diverse kg Zapfen verheizt.
Geheizt wurde mein Haus in diesem Winter nur mit Kaminofen und Beistellherd.

Bei meinem Holzbrikettlieferanten hatte ich zwar zum Sommer-Vorzugspreis eine Palette bestellt, welche aber „komischerweise“ vergessen wurde zu liefern. Nun gut, ich hatte noch Vorrat und werde (wie auch in der Vergangenheit) zusätzlich zur frei Haus Lieferung meiner Briketts auch in Sachen Angebote den einen oder anderen Einkauf tätigen.

Gespannt bin ich ob sich die Borkenkäferplage auswirkt. Eigentlich müsste nun – da Massen von befallenem Holz – der Holzpreis sinken. Zumindest dann, wenn dieses Holz in den Verkauf gelangen kann. Aber vermutlich werden diese gelagert und es wird versucht wrden Steuervergünstigungen für die Holzindustrie zu erlangen …..

Die Preise hatten sich wohl nicht reduziert …..

Allerdings: im Jahr 2020 – für den Winter 2020 / 21 können sich Heizölbezieher im Moment, 13. September 2020 freuen – das Heizöl hat den niedrigsten Kaufpreis seit zig Jahren, bedingt durch die OPEC Probleme und die Corona-Krise. Von der wir mal gespannt sein dürfen, welche Auswirkungen sie uns für die Heizperiode 2020/21 serviert….

 

Kaminöfen aus dem Baumarkt …

Der Kaminofen gehört zur Familie der Heizgeräte, ist aber meist kleiner als Heizkamin oder Kachelofen.

kaminofenAuch Baumärkte bieten inzwischen ein großes Angebot an Selbstbau-Kaminöfen für Heimwerker, die sich in einem Preisbereich von 200,– bis 3.000,– Euro bewegen. Nachdem mein erstes Modell aus einem Baumarkt stammt, die Schamottsteine bereits – ohne mein Zutun – nach dem ersten Jahr defekt waren, wird ein weiterer Kauf ganz sicher in einem Fach-Online-Versand erfolgen.

Es war ein Traum aus Kindertagen, diese Kaminofen, der eine unvergleichliche Atmosphäre erzeugt. Da er jedoch bei mir auch für die Beheizung meines Hexenhauses zuständig ist ist er kein offener Kaminen oder transportablen Ofen. Diese verpuffen nämlich bis zu 80% der Energie durch den Schornstein.

Somit habe ich aus dem Wunsch nach Heizwärme, Umwelt- und Energiespar-Aspekten einen Heizkaminofen bevorzugt.

Kaminöfen aus dem Baumarkt … ich habe es versucht …

Super, dachte ich, da sehen wir doch mal gleich was es nicht so alles schönes gibt… Dieses Modell, eines Markenherstellers? Zu dem Preis?

Nachgedacht, recherchiert – und am Gewicht des Kaminofens hängengeblieben, bin ich dann leider als Laie in Sachen Holzofen bzw. Kaminofen.

Das aber dieser, nette, kleine, Gewichtsunterschied bedeutet dass diesese Modell (selbigen Namens, auch vom selben Hersteller) geringere Wärmespeicher beinhaltet, darauf kam ich erst recht spät. Selbiger Kaminofen von selbigem Hersteller ist also deshalb günstiger, weil er nicht gleichwertig ist dem Modell, welches direkt über den Hersteller zu beziehen ist.

Eine logische Folgerung daraus steht natürlich für eine geringere Wärmespeicherung. Denn wo, wenn nicht in den Speichersteinen, liegt dieses Mindergewicht versteckt.

Diese Vermutung hat mein freundlicher Schornsteinfeger bestätigen müssen, können, dürfen, der meine Fragen auch bereits selber zuvor einmal einem Ofenhersteller gestellt hatte ….

Es lohnt also in jedem Fall bei jedem Angebot und jedem Kauf eines Kaminofens sich mit dem Gewicht zu beschäftigen. Selbst dann, wenn aus finanziellen Gründen das günstigere Modell gewählt wird, so ist es sicherlich sinnvoll einen solchen Kauf bewußt zu tätigen. Und sei es nur deshalb, als mündiger Käufer sich nicht “verdummen” zu lassen….

Besonders dramatisch wird es, wenn ein Dauerbrandofen aus dem Baumarkt gewartet werden muss, beispielsweise die Schamottsteine ausgetauscht werden. In der Region Hohenlohe war kein einziger Ofenbauer oder Kaminsetzer wirklich bereit diese Arbeit zu tätigen. In Sachen Verkauf wären diese Ofensetzer sicher Feuer und Flamme gewesen. Also immer Vorsicht bei jedem Holzofenkauf: wer hat wie lange Gewährleistung, wer repaiert was und vor allen Dingen wo!!! Ich bekam auch schon die Antwort “wir reparieren nie beim Kunden sondern nur in unserer Werkstatt”. So ist der Stand in Sachen Holzofenreparatur in Hohenlohe!!!

Abstand vom Ofen – Strahlenschutz

Lediglich beim Elektrokamin muss sie niemand in Sachen Möbel stellen an Abstände halten was den Feuerbrandschutz betrifft (dennoch sollten 30 cm zur Wand hinter dem Elektroofen frei bleiben aufgrund der Wärme). Beistellherd, Kaminofen, Dauerbrandofen oder offener Kamin haben Richtliinien zu erfüllen was die Abstände zu brennbaren Dingen betreffen.

Bei der Rückseite des Kaminofens reichen bereits 20 cm aus um den Brandschutz zu gewährleisten. Ebenfalls an den Seiten des Kaminofens. Bei seitlichen Scheiben muss auf einen Abstand von 65 cm geachtet werden. Auch zu berücksichtigen gilt hier die Feuerraumtür muss ungestört – im Notfall auch schnell – geöffnet werden können, es darf wirklich nichts störendes in der Nähe sein! Unabhängig dessen wird ja auch regelmässig Brennmaterial nachgelegt, somit muss diese Türe offen, frei und umweglos zu öffnen sein.

Für den Boden wird im Regelfall als Schutz eine Glasplatte oder eine preislich günstigere Metallplatte angebracht. Diese Platten gibt es in den unterschiedlichsten Größen. Bodenplatten vor einen Kamin oder Holzofen sind hier käuflich zu erwerben.

Viel schwieriger wird der Abstand wenn es um das Rauchrohr / Kaminrohr geht. Bei nicht brennbaren Decken genügt ein Abstand von 20 cm. Wehe aber, es ist eine Holzdecke, oder wie bei mir eine Styropordecke angebracht, denn bei brennbaren Decken ist ein Abstand von 45 cm einzuhalten.

abstand1Bei mir war das nicht möglich, somit musste die Decke rund um den Kamin vor seiner Wärme geschützt werden. Der Flaschner hat das Rohr mit Abstand quasi ummantelt. Ich hoffe, gehe aber auch davon aus, dass so eine Abnahme erfolgen wird. Mein Schornsteinfeger war sehr kulant und hat über die ganzen Jahre keine Mängel beanstandet, bei der 3 jährlichen Prüfung jedoch musste er es (zum eigenen Schutz) als Mängel deklarieren.

Wie Ihr hier seht ist bei mir der Mindestabstand bei weitem nicht eingehalten.

Ein Weg war dem Kamin einen Strahlenschutz zu geben, der auch vom Schornsteinfeger abgenommen wurde.

Es gibt viele verschiedene Wege Probleme zu lösen, aber im Regelfall ist die Hilfe vom Schornsteinfeger sehr, sehr sinnvoll – vor allen Dingen auch um selber Schaden von sich fern zu halten.

Hier beispielsweise läßt sich ein Strahlenschutz für einen Holzofen käuflich erwerben.