Abnahme des Holzofens – CE-Kennzeichnung

Sonntag, November 30th, 2014

Manch ein Holzofen aus dem Baumarkt wird leichtfertig gekauft und wird später nicht vom Schornsteinfeger abgenommen weil er nicht den Normen entspricht, die eine Abnahme ermöglichen.

Weder mein Vermieter noch ich wussten welche Nachteile beim Kauf eines Holzofens im Baumarkt entstehen können. Gut aber, dass ich zuvor den Schornsteinfegermeister zu einem Gespräch getroffen hatte. Er sagte mir was möglich ist und was nicht. Da gab es schon das erste böse Erwachen. Im Wohnzimmer wollte ich den Kaminofen gerne haben …. da dort aber Fachwerk ist war dieses nicht möglich. Nun steht dort ein Elektrokamin.

Der Kaminofen steht im Flur und in der Küche ein alter Beistellherd aus den 60er Jahren mit Bestandsschutz.

Das nächste „Verflixt“ gab es als der Schornsteinfeger, ein Mitarbeiter des Schornsteinfegermeisters, zur Abnahme des Kaminofens kam. Wo ist denn nur das Typenschild??? Erfahren wie der Mitarbeiter war sagte er: „Normalerweise an einer Stelle, an die man/frau gar nicht rankommt….“ Recht hatte er: der Ofen ist nämlich nicht freistehend sondern erfüllt nur den Mindestabstand, der gesetzlich vorgeschrieben ist, also 20 cm. Ziemlich eng also um mit Taschenlampe dieses Schild zu suchen.
Nachdem wir es gefunden haben habe ich es sofort kopiert damit niemand mehr Verrenkungen anstellen muss, um dieses Typenschild zu finden.
ceGenau dieses Typenschild nämlich gibt Informationen von zu und über die CE-Kennzeichnung. Darauf weist der TÜV Rheinland hin. Denn nur dann erfüllt das Gerät die Europäische Norm EN 13240. Diese Norm legt die Anforderungen an Kaminöfen in Bezug auf Herstellung, Leistungsvermögen und Sicherheit fest.

Wichtig auch zu beachten: Neu in Betrieb genommene Öfen und Kamine müssen ab dem 1. Januar die Stufe 2 der Verordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes einhalten. Beim Verkäufer also sicherheitshalber beharrlich bleiben und Informationen erfragen!

Kaminöfen aus dem Baumarkt …

Freitag, November 7th, 2014

Der Kaminofen gehört zur Familie der Heizgeräte, ist aber meist kleiner als Heizkamin oder Kachelofen.

kaminofenAuch Baumärkte bieten inzwischen ein großes Angebot an Selbstbau-Kaminöfen für Heimwerker, die sich in einem Preisbereich von 200,– bis 3.000,– Euro bewegen. Nachdem mein erstes Modell aus einem Baumarkt stammt, die Schamottsteine bereits – ohne mein Zutun – nach dem ersten Jahr defekt waren, wird ein weiterer Kauf ganz sicher in einem Fach-Online-Versand erfolgen.

Es war ein Traum aus Kindertagen, diese Kaminofen, der eine unvergleichliche Atmosphäre erzeugt. Da er jedoch bei mir auch für die Beheizung meines Hexenhauses zuständig ist ist er kein offener Kaminen oder transportablen Ofen. Diese verpuffen nämlich bis zu 80% der Energie durch den Schornstein.

Somit habe ich aus dem Wunsch nach Heizwärme, Umwelt- und Energiespar-Aspekten einen Heizkaminofen bevorzugt.

Kaminöfen aus dem Baumarkt … ich habe es versucht …

Super, dachte ich, da sehen wir doch mal gleich was es nicht so alles schönes gibt… Dieses Modell, eines Markenherstellers? Zu dem Preis?

Nachgedacht, recherchiert – und am Gewicht des Kaminofens hängengeblieben, bin ich dann leider als Laie in Sachen Holzofen bzw. Kaminofen.

Das aber dieser, nette, kleine, Gewichtsunterschied bedeutet dass diesese Modell (selbigen Namens, auch vom selben Hersteller) geringere Wärmespeicher beinhaltet, darauf kam ich erst recht spät. Selbiger Kaminofen von selbigem Hersteller ist also deshalb günstiger, weil er nicht gleichwertig ist dem Modell, welches direkt über den Hersteller zu beziehen ist.

Eine logische Folgerung daraus steht natürlich für eine geringere Wärmespeicherung. Denn wo, wenn nicht in den Speichersteinen, liegt dieses Mindergewicht versteckt.

Diese Vermutung hat mein freundlicher Schornsteinfeger bestätigen müssen, können, dürfen, der meine Fragen auch bereits selber zuvor einmal einem Ofenhersteller gestellt hatte ….

Es lohnt also in jedem Fall bei jedem Angebot und jedem Kauf eines Kaminofens sich mit dem Gewicht zu beschäftigen. Selbst dann, wenn aus finanziellen Gründen das günstigere Modell gewählt wird, so ist es sicherlich sinnvoll einen solchen Kauf bewußt zu tätigen. Und sei es nur deshalb, als mündiger Käufer sich nicht “verdummen” zu lassen….

Besonders dramatisch wird es, wenn ein Dauerbrandofen aus dem Baumarkt gewartet werden muss, beispielsweise die Schamottsteine ausgetauscht werden. In der Region Hohenlohe war kein einziger Ofenbauer oder Kaminsetzer wirklich bereit diese Arbeit zu tätigen. In Sachen Verkauf wären diese Ofensetzer sicher Feuer und Flamme gewesen. Also immer Vorsicht bei jedem Holzofenkauf: wer hat wie lange Gewährleistung, wer repaiert was und vor allen Dingen wo!!! Ich bekam auch schon die Antwort “wir reparieren nie beim Kunden sondern nur in unserer Werkstatt”. So ist der Stand in Sachen Holzofenreparatur in Hohenlohe!!!

Der Traum vom Holzofen

Dienstag, November 4th, 2014

Als Städter habe ich mich ganz vorsichtig dem Thema heizen und backen mit Holz genähert. Hier, wie bei so vielen anderen Dingen, war schon immer eine Faszination vorhanden, aber keinesfalls das Wissen ob diese Begeisterung bei mir langfristig vorhanden bleibt.

Als arme Wühlmaus – Kirchenmäuse sind reicher, die hätten noch am Opferstock zu knabbern – habe ich vom Hausbesitzer einen Kaminofen aus dem Baumarkt bekommen. Ja, er erfüllt seinen Zweck ……. aber ……… bereits nach kurzem waren die Platten im Ofeninneren gebrochen …..

Bei einem Fabrikat, welches höherwertig ist wäre mir das nicht so schnell passiert. Beim Kaffeeplausch mit meinem Schornsteinfeger durfte ich erfahren, dass oftmals große, namhafte Produzenten spezielle Baumarktserien anfertigen, die dann wohl den “großen Namen haben” aber im Innenleben keinesfalls mit der Original-Namen-Qualität übereinstimmen.

So wurde nun mein Traum zum Alptraum in Hohenlohe: kein Ofensetzer/Ofenbauer/Ofenstudio war willens die bei mir im Haus befindlichen Holzöfen in Stand zu halten. Mulfingen, Assamstadt, Künzelsau – ich habe die Region abgeklappert. Mal hörte ich “im Haus des Kunden wird so und so nichts repariert, Baumarktmodelle grundsätzlich so und so nicht;  Wamsler Öfen auch nicht….” So lief das Spiel bis ich den Mut fand einen Freund zu befragen. Ihm war es wohl schon ähnlich gegangen… Seine Worte waren: “Klar helfe ich Dir, ich kenne das: verkaufen wollen alle, aber wenn es um die Wartung geht”.

Also immer im Vorfeld die Details zur Gewährleistung regeln – immer vorher klären, ob später eine Reparatur der Schamottsteine vom Verkäufer übernommen wird. Da diese Steine einer sehr hohen Temperatur ausgesetzt sind (und auch dem drücken und pressen von Holz in den Ofen) ist das nämlich alle paar Jahre fällig!!!

Im letzten Winter hatte es oftmals bei mir Außentemperaturen von minus 20 Grad und die beiden Öfen waren gnadenlos überfordert und mein Berg an Decken wuchs gehörig. Ich habe nun eine weitere Möglichkeit im Arbeitszimmer zum stellen eines weiteren Holzofens entdecken können. Eigentlich, ja eigentlich sollte ich schnell etwas gegen Kälte tun, denn das letzte Jahr war sehr schwer. Aber … nicht wieder ein Baumarktprodukt …. Selbst wenn ich lange sparen und knausern muss, bis ich mir das leisten kann, was wirklich ein wärmespendender Ofen ist ….

dkkasNicht trennen würde ich mich von diesem alten Beistellherd, der Mitte der 60er Jahre produziert wurde, denn das war wirklich Wertarbeit und genauso heizt er auch noch heute – aber er bäckt und bekocht mich auch genial.

Immer wieder muss ich feststellen, dass ich wenig weiß und noch so viel zu beachten ist beim Heizen mit Holzöfen. Über die Reinigung konnte ich mehr erfahren als ich seither wusste, über die Pflegemittel, die ich innerhalb meiner ländlichen Region nicht so einfach mal im vorbeigehen mitnehmen konnte und die ich nun über das Internet beziehe, alle diese Dinge sind so viel an Informationen geworden, dass hier in Bälde ein paar neue Kategorien erscheinen werden.

Brennmaterial – was habe ich jetzt alles im Haus, denn “nur” mit Holz ist es einfach nicht getan! Jede Temperatur hat das geeignete Brennmaterial. Ideal ist Holz in der Übergangszeit, bei Extremtemperaturen helfen Rindenbriketts, die auch über eine Nacht durchhalten. Holzbriketts und Kohlebriketts sorgen dafür dass auch morgens noch eine Restwärme und Glut vorhanden ist, die das anschüren leichter macht.

Ohne Kaminbesteck geht meiner Meinung nach so und so nichts, selbst dann, wenn normalerweise ein Schürhacken genügen würde. Mit ihm kann das Holz sehr wohl von a nach b gelegt werden, wenn ich aber den Ofen sauber machen will, dann hilft mir die Schaufel die restliche Asche unter den Rost zu bekommen.

In diesem Sinne würde ich mich freuen, wenn der/die eine oder andere ihren “Traum” ebenso verwirklichen kann wie ich. Ohne aber aus den Augen zu verlieren, daß es harte Arbeit sein kann mit Holz zu heizen!